Hund & Silvester: Knall, bumm und (Hund) weg?!

Hund & Silvester: Knall, bumm und (Hund) weg?!

In der Weihnachts- und Silvesterzeit häufen sich die Verlustmeldungen. Manchmal endet das unfreiwillige Abenteuer eines Hundes tragisch. In diesem Artikel erfährst du, welche Vorsichtsmaßnahmen du bei deinem Hund ergreifen kannst, damit dir das möglichst nicht passiert.

Vielleicht denkst du jetzt: „Unnötig, mein Hund hat keine Angst vor der Knallerei.“

Ein traumatisches Erlebnis reicht aus!

Manchen Menschen ist es nicht bewußt, was für eine traumatische Erfahrung es für einen Hund sein kann, wenn ihm ein Knaller vor die Pfoten geworfen wird. Leider ist das keine Seltenheit.

Dieses Erlebnis kann ausreichen um einen Hund in die Flucht zu treiben und zu traumatisieren.

Dieser Cartoon ist Bestandteil der #PositiveRocks Kampagne und stammt aus der Zeichenfeder von Dogtari.
Verwendung des Comics mit freundlicher Genehmigung des IBH e.V.

Linktipp! Die haben doch einen Knall?!?! von #Positive Rocks

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Hund an der Leine führen

Während des Spaziergangs den Hund nicht ableinen. Selbst wenn der Rückruf bombenfest sitzt. Erschreckt sich der Hund, gerät in Angst oder Panik, ist er nicht mehr in der Lage zu denken und handelt nur noch instinktiv. Sprich, wenn er losrennt, rennt er so schnell und weit weg wie er kann – im schlimmsten Fall vor ein Auto.

Tipp: Wenn du bedenken hast, dass dir die Leine entgleiten könnte, kannst du (zusätzlich) eine Joggingleine mit Bauchgurt verwenden.

Führ- oder Sicherheitsgeschirr anziehen

Ängstliche und unsichere Hunde, sowie Hunde, die erst vor kurzem in den Haushalt eingezogen sind, sollten ein Sicherheitsgeschirr tragen (Siehe Titelfoto). Ein gut passendes Sicherheitsgeschirr verhindert, dass der Hund sich in Panik aus dem Brustgeschirr befreien kann. Empfehlenswert sind die Sicherheitsgeschirre von Ruffwear oder AnnyX.

Bitte sichere deinen Hund zumindest an einem Führgeschirr (H-Geschirr) und gegebenenfalls zusätzlich am Halsband. Ein Hund in Panik, befreit sich binnen Sekunden aus einem Halsband oder Sattelgeschirr. Bitte bei einer Kombination aus Führgeschirr und Halsband, den Hund über das Brustgeschirr führen. Hinweis: Sollte der Hund sich losreißen können, besteht die Gefahr, dass er mit dem Halsband an etwas hängen bleibt und sich erwürgt!

GPS Tracker nutzen

Befestige am Brustgeschirr einen GPS-Tracker, zum Beispiel von Tractive. Prüfe vor der Verwendung immer den Akkustand. Sollte sich dein Hund trotz der ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen losreißen können, kannst du seinen Aufenthaltsort bestimmen.

Namensplakete nutzen

Befestige eine Namensplakete am Brustgeschirr, auf der deine Telefonnummer oder der Mikrochip eingraviert wurde. Zum Beispiel von RedDingo. So kann dich die Person, die deinen Hund findet umgehend kontaktieren.

Mikrochip prüfen

Prüfe ob dein Hund mit einem Chip gekennzeichnet und in der Österreichischen Heimtierdatenbank registriert. Falls nicht, hol das bitte umgehend nach! In Österreich ist jede/r HalterIn gesetzlich dazu verpflichtet und es erleichtert das Auffinden des/der HalterIn, bei Verlust des Hundes.
Link zur ÖHTDB

Aktualität der HalterInnen-Daten prüfen

Kontrolliere ob die Daten, die in der Österreichischen Heimtierdatenbank hinterlegt wurden, noch aktuell sind. Leider wird die Änderung der Kontaktdaten bei einem Umzug oftmals vergessen. Viele Fundhunde können ihren HalterInnen nicht zugeordnet werden!

Sollte dein Hund in weiteren Heimtierdatenbanken registriert sein, prüfe diese ebenfalls auf die Aktualität der hinterlegten Adresse und Telefonnummer.

Fotografiere deinen Hund

Insbesondere auffällige Merkmale, wie zum Beispiel ein herzförmiger weißer Fellfleck bei einem schwarzen Hund. Sollte dein Hund davonlaufen, benötigst du die Fotos für Suchplakate und Onlinesuchmeldungen.

Für den Notfall – wichtige Telefonnummern bereithalten

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen besteht die Möglichkeit, dass der Hund sich erschreckt, losreißt und davonrennt. Um im Fall der Fälle schnell reagieren und die entsprechenden Behörden und Helfer informieren zu können, ist es empfehlenswert im Vorfeld eine Liste mit den wichtigsten Telefonnumnern/Links zusammen zu stellen und diese griffbereit aufzubewahren. Wie zum Beispiel:

  • Tierheime
  • Forstamt
  • Veterinäramt
  • Örtliche Polizei
  • Örtliche Feuerwehr
  • Nachbarn
  • Hundefreunde
  • Tierärzte
  • Tierkliniken
  • Heimtierdatenbanken
  • Facebookgruppen

Spaziergänge planen

Insbesondere kurz vor- und nach dem Jahreswechsel ist es empfehlenswert, die Strecken so zu wählen, dass die Wahrscheinlichkeit möglichst gering ist, dass dort geknallt wird und im Notfall ein für den Hund sicherer Ort (Auto, das Zuhause, …) zügig erreicht werden kann.

Bei sehr ängstlichen und unsicheren Hunden ist es ratsam, sich nur in näherer Wohnumgebung aufzuhalten und lieber kurz, dafür jedoch öfter rauszugehen oder mit dem Hund auf ein ruhiges Feld zu fahren.

Wähle dabei möglichst Wegstrecken, die dein Hund gut kennt, damit er im schlimmsten Fall vielleicht von dort aus wieder alleine nach Hause bzw. zum Auto finden kann.

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